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 Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet

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BeitragThema: Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet   Mo 11 Okt 2010, 19:24

Als ich heute noch eine Stunde Zeit hatte bevor ich zum Unterricht musste, ging ich mal wieder im Buchladen stöbern ^^
eigentlich wollte ich nur ein Buch bestellen, aber da ich irgendwie die Zeit totschlagen musste schaute ich mich noch ein wenig um- und habe diese süße Geschichte gefunden:

"Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley
Vorn im Buch steht es sei sein Debütroman gewesen und der wurde auf Grund eines einzigen Kapitels mit dem "renommiertesten Krimipreis der Welt" dem Dagger Award ausgezeichnet- noch bevor er erschien!

Hier der Klappentext:
Die liebenswerteste Giftmischerin in der Geschichte des Kriminalromans...
Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt- ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels- seine naseweise Tochter Flavia.
Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist, hat ihr Vater nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt.
Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch.
Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur- bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet.
Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Dedektivin ist...


Ich weiß nicht wann der Roman erschienen ist, ich hab ihn schon öfters im Regal liegen sehen, aber ich finde ihn wirklich lesenswert.
Und das sage ich nach gerade mal 2 1/2 Kapiteln!!!

Normalerweise mag ich Kriminalromane nicht sonderlich (einer stirbt- Täter wird gesucht- Täter wird gefunden- blablabla ^^). Aber trotzdem bin ich nachdem ich den Klappentext gelesen habe zielstrebig zur Kasse gegangen- lag vielleicht auch an dem Buchcover, das mir ganz gut gefallen hat.

Das Buch ist aus Sicht von Flavia, einem elfjährigen Mädchen welches mit seinen beiden älteren Schwestern, ihrem etwas strengen Vater, einer Haushälterin und einem "Butler" zusammenlebt, geschrieben. Es spielt in der Zeit von 1950 in England.

Ich denke der Autor lässt Flavias Charakter wirklich sehr gut zum Vorschein kommen, sie wirkt sehr schlau und reif für ihr Alter und hat ein enormes Wissen im Bereich Chemie, welches übrigens sehr überzeugend geschildert ist (man merkt das der Autor sich auskennt).
Außerdem kommt die Art über ihre Umgebung und die Menschen zu reden ironisch und frech rüber. Die Tatsache, dass sie in ihrem Labor Gifte mischt und Experimente durchführt finde ich auch sehr witzig- gerade wegen ihres Alters.

Ich kann noch nicht viel über den Handlungsverlauf sagen-ob er gelungen ist, da ich erst auf Seite 45 von 379 bin aber ich hätte ja diesen Beitrag nicht geschrieben, wenn mich das Buch nicht absolut gefesselt hätte ^^

Und wer britischen Humor und Krimis mag sollte sich mal auf die kleine Flavia einlassen- sie ist trotz (oder gerade wegen ihrer Eigenarten) ein liebenswertes Kind (oder eine Erwachsene im Körper eines Kindes)

Ich werde mich jetzt schnell wieder auf mein Bett schmeißen, wo sie schon auf mich wartet, hoffe euch hat meine kleine Buchvorstellung gefallen. Ich hab sowas noch nicht oft gemacht.
Und wenn ich das Buch fertig hab werd ich natürlich berichten wie es mir gefallen hat. hüpf
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Isabeau



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BeitragThema: Re: Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet   Di 08 Nov 2011, 12:38


Alan Bradley
Flavia de Luce. Mord im Gurkenbeet
Roman
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Originalverlag: Orion, London 2009
Aus dem Englischen von Gerald Jung, Katharina Orgaß
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-3027-3
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50* (empf. VK-Preis)
Verlag: Penhaligon
Erscheinungstermin: 14. September 2009

Hier habt ihr die Möglichkeit, den ersten Roman der Reihe zu bestellen

Buchinfo
Eine liebenswerte Giftmischerin

Der Debütroman von Alan Bradley sorgte bereits vor Erscheinen für eine beispiellose Sensation: Er wurde mit dem renommiertesten Krimipreis der Welt ausgezeichnet, dem „Dagger Award“ – auf der Basis eines einzigen Kapitels!

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Gewitzt, ironisch und unwiderstehlich liebenswert – Flavia de Luce ist eine Ermittlerin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat!

Meine Meinung
Oberfrech und Neunmalklug

Genau das beschreibt das 11jährige Mädchen nicht besser.

Alles beginnt mit einer toten Schnepfe auf der Türschwelle. Flavia selbst erkennt ihren Vater nur schwer, da dieser bei diesem Fund völlig aus der Ruhe kommt. Der tote Vogel hat auf seinen Schnabel eine Briefmarke gespickt, die eine ganze Reihe von Ereignissen mit sich bringt.

Flavia ist eine Giftmischerin aus Leidenschaft. In ihren eigenen Labor hat sie sich die Lehre der Chemie selbst beigebracht. Durch diese Schnepfe und den darauf folgenden Toten im Gurkenbeet wird sie in ihrer Leidenschaft unterbrochen und wird zu einer begnadeten Dedektivin.
Den Job macht sie gut. Mit ihrem Fahrrad und ihren gezielten Fragen, die einer Elfjährigen alle Ehre machen, versucht sie die Unschuld ihres Vaters zu beweisen und deckt eine wirklich atemberaubende Geschichte auf.
Ich wusste nicht, das Briefmarken sammeln so spannend beschrieben werden kann. Der Autor schafft hier eine wirklich grandiöse Figur, die in den 50zigern Jahren lebt. Mit ihren eigenen Charme und Witz hat sie mich überzeugt.
Ein wenig schade empfinde ich, das andere ebenso starke Charaktere ein wenig hinter Flavia verschwinden. Der Inspektor, der Humor und Leidenschaft besitzt, aber immer lebensnah bleibt. Auch die Schwestern, die gar nicht so dumm sind, geschweige denn gemein, hätten ein wenig mehr Zeit haben dürfen. Dogger, ein Mann für alles im Haus de Luce, wäre sicher auch gern wichtiger gewesen ;-)
Dennoch bleibt das Buch ein ausgesprochen gelungenes Werk. Gerade weil das eben genannte, die einzige Kritik meinerseits beinhaltet.
Ein Spannungsbogen, der immer stärker wird, wenn die nächste Seite umgeschlagen wird, gehört zu meinen Highlights in diesem 384 Seiten "kleinen" Werk. Er steigt ständig an, weil ein Geheimnis nach dem anderen aufgedeckt wird. Flavia steuert selbstbewusst dem Lösen des Rätsels entgegen.

"Mord im Gurkenbeet" ist keine gewöhnliche Crimestory. Die Geschichte sprüht geradezu vor Charme und reißt dich mit in eine Zeit, wo naseweise 11jährige Mädchen Fragen stellen, die über reine Neugierde hinausgehen.
Ein wirkliches Lesevergnügen von einem Autor, der den Daggerpreis zurecht gewonnen hat.

_________________
„Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.“

Mark Twain
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